Akrapovic Offroad Weekend 2014

Ja, auch wir haben uns nach einiger Überlegungszeit auf den weiten Weg nach Kroatien gemacht um bei der 7. Auflage des legendären Events dabeizusein.

An den Start gingen Vogl Roland (Klasse Expert, KTM 300EXC) und  ich - Dornhackl Christian (Klasse Trial, KTM Freeride 250)

Da wir zwei Chaoten nicht viel von Planung halten, haben wir nur das nötigste zusammengepackt, Navi ein und Abfahrt um 4.00 Uhr! Nach ein paar Kilometern und 2-3 Pinkelpausen, haben wir Istrien erreicht. Die letzten Kilometer entlang der wunschönen Küstenstraße erweckten bereits die Vorfreude auf einige Rennkilometer in unbekanntem Terrain! Die `Stadt´Rasa und das Fahrerlager bei der alten Fabrik ist auch schnell gefunden, also mal Richtung Red-Bull Bogen, daneben ein kleines Zelt und schon haben wir die Startnummern und können loslegen!!! So gefällt einem das, keine unnötige Bürokratie, Wartezeiten, unnötiges abfotografieren u.s.w wie es bei manch anderen Extem-Enduro´s halt so ist.

Mopet ausladen, und du kannst schon loslegen - die erste Überraschung dann gleich am Prolog "des is ka Spazierfahrt" - eine schön knackige Runde mit knackigen, steinigen Anstiegen, steile Waldabfahrten, ein kleiner Steinbruch mit Tücken, dann mal kurz in der alten Halle ein Supermotokurs zur Entspannung, noch ein paar Treppen runter und nach ca 12 Minuten war die erste Runde absolviert. "Des war super, fahr ma gleich noch eine". Nach kurzer Pause dann eine 3. Runde weil´s halt schön ist!

Die nächste gute Überraschung wartet am Abend in Rabac -  unser Hotel mit Meerblick, Halbpension und allem Komfort (den wir ja als Endurofahrer nicht so gewohnt sind) um den guten Preis von 36,-€. Im Bus schlafen wär da ein Fehler!

Am Samstag Morgen lacht wieder die Sonne vom Himmel, dank der perfekt geplanten Sartzeiten zum Qualifikationslauf konnten wir pünklich unsere nächsten 2 Runden absolvieren. Unsere Laufzeiten rückten der 10 Minutengrenze auch immer näher damit Roland am Sonntag als 46. in der Extert-Klasse und ich als 4. in der Trial-Klasse an den Start gehen konnten.

Am Abend gab es noch eine Fahrerbesprechung, bei der uns endlich klar wurde worauf wir und da eingelassen haben!!! Bei der Meldung "Wer den Checkpoint 7 (von 18) erreicht, darf sich wirklich Enduro-Expert nennen" hatten wir schon ein fixes Ziel :-)!

Sonntag - Jetzt geht´s zur Sache!

Es wurde in 3 Klassen gestartet, zuerst Expert dann Trial und zum Abschluss noch die Teamfahrer die so manche Schlüsselstelle umfahren durften. Pünktlich um 9.00 Uhr gingen die ersten Fahrer ins Rennen, pro Minute 2 Fahrer - also kein Massenstau bei den ersten Auffahrten! Der Anfang war schon vom Prolog bekannt und für den geübten Fahrer leicht zu bewältigen. Vor Checkpoint 3 war´s für manche aber wohl schon auch schon wieder vorbei. Die Trial-Fahrer wurden von den ersten "müden Kriegern" brav vorbeigelassen, oben musste man sich dann gegenseitig schon mal helfen und den 3. Stempel zu erhalten. Da das Rennen bis auf zwei Sektionen als "No-Help-Zone" ausgewiesen ist müssen sich die Fahrer gegenseitig hochziehen und dürfen nicht vom Puplikum oder "persönlichen Helfern" unterstützt werden.
Rauf, runter, wieder rauf und runter, so viele schöne Single-Trails - noch ein paar Stempel gesammelt und dann kommt er, der Punkt wo sich die Spreu vom Weizen trennt: der Canyon zum Checkpoint 7. So weit man sieht ziehen merklich abgekämpfte Endurofahrer Mopet für Mopet über die vielen Felsstufen und Wurzeln nach oben, wieder ein Abschnitt für die Trial-Fahrer die sich da etwas leichter tun. Ca. 1 Stunde später und am Rande der Erschöpfung ist der dann da - der 7. Stempel. Jetzt noch die restliche Zeit ausnutzen, da ja jeder von seiner eigenen Startzeit 4 Stunden fahren kann, sind auch die letzten Starter nicht benachteiligt.

Ein schöner Abschnitt ist die Treppe bei der alten Fabrik, welche sich leichter als bewältigen lässt als geahnt. Nach einem kurzen Blick auf´s Meer und unterhalb von CP8 waren aber auch meine 4 Stunden um. Roland hatte in der Zwischenzeit bereits CP 14 erreicht.

Zurück im Fahrerlager wird geschwärmt und auch ein bisserl "gejammert". Fazit "da müss ma wieder hin, die weite Anreise ist´s allemal wert!" Hoffentlich zeigt sich auch 2015 das Wetter von der besten Seite, dann steht einem weiteren Besuch in Kroatien nichts im Wege!