Ende Juni machten sich Jan Leberzipf gemeinsam mit Martin und Michael vom Danube Racing Team DRT auf den Weg, um den Trans Euro Trail TET in Bulgarien zu erkunden. Mit einem Transporter und drei Motorrädern im Laderaum fuhren sie von zu Hause bis in den äußersten Nordwesten Bulgariens. Dort konnten sie den Bus während der gesamten Reise bei ihrer Unterkunft abstellen und starteten von diesem Punkt aus ihr Abenteuer auf zwei Rädern.

Jan entschied sich für seine KTM 690 Enduro R Baujahr 2010, während die beiden anderen Fahrer nahezu neue EXC 500 mit diversen Travelbike Umbauten pilotierten.

Bereits am ersten Tag führte die Route ins Gebirge Richtung Süden, mit mehreren Gipfeln bis auf etwa 1800 Meter Höhe. Am zweiten Tag ging es kurz ins Flachland, bevor es erneut in die beeindruckende Berglandschaft Bulgariens zurückging.

Am fünften Tag wurde das Terrain flacher und die Temperaturen deutlich höher, perfekte Bedingungen für einen ersten Badestopp an einem Stausee. Anschließend führte die Strecke zwei Tage lang weiter Richtung Osten, wobei das Gelände hier eher flach und weniger anspruchsvoll war.

Am siebten Tag erreichten die drei Fahrer schließlich das Schwarze Meer, die einzige stark touristisch geprägte Region der Reise. Eine willkommene Gelegenheit, kurz durchzuatmen und Strand sowie Meer zu genießen.

Am achten Tag ging es auf mittlerer geografischer Breite wieder ins Landesinnere, diesmal Richtung Westen. Die Etappe war heiß und teilweise technisch anspruchsvoll, mit mehreren Hügeln und fordernden Passagen. Ein erfrischender Badestopp bei einer Quelle mitten im Wald durfte dabei nicht fehlen.

Es folgten drei weitere Tage durch das Balkangebirge, die sowohl landschaftliche als auch kulturelle Highlights boten, darunter das beeindruckende Buzludzha Denkmal und der Babsko Praskalo Wasserfall. Auch fahrerisch wurden die drei Rider in diesen Tagen nochmals ordentlich gefordert.

Am elften Tag schlossen sie schließlich die Runde erfolgreich ab und legten anschließend noch rund 200 Kilometer auf der Straße zurück, um ihren Ausgangspunkt zu erreichen. Am darauffolgenden Tag trat die Gruppe die Heimreise an.

Technisch verlief die Reise weitgehend problemlos, auch wenn Jan im Vorfeld eine Nachbaukupplung in seiner 690er verbaut hatte, die sich als Fehlentscheidung herausstellte. Bereits ab dem ersten Tag traten Probleme beim Schließen der Kupplung auf. Diese konnten zwar provisorisch behoben werden, verschlechterten sich jedoch mit zunehmender Strecke erneut. Dennoch meisterten die drei Fahrer insgesamt rund 2500 Kilometer erfolgreich. Abgesehen davon kam es nur zu kleineren Schäden, alle drei KTMs brachten ihre Piloten zuverlässig ans Ziel.

Der Trans Euro Trail in Bulgarien ist definitiv empfehlenswert. Insgesamt hätte die Route noch rund 1000 zusätzliche Kilometer geboten, die aus Zeitgründen ausgelassen werden mussten. Besonders im Gebirge überzeugt der TET sowohl landschaftlich als auch fahrerisch auf ganzer Linie.

Auch die belebte Küstenregion ist einen Zwischenstopp wert, um innezuhalten und das Meer zu genießen. Kulinarisch wurden die drei Fahrer nie enttäuscht und obwohl die Einheimischen und Behörden zunächst etwas zurückhaltend wirken, begegnen sie Motorradreisenden stets freundlich und wohlwollend.

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